Der Grundstückskaufvertrag

Der Kaufvertrag ist der mit Abstand wichtigste Vertrag im Rahmen des Grundstückserwerbs.

 

Der Kaufvertrag über ein Grundstück ist ein zweiseitiges Rechtsgeschäft, in dem sich der Verkäufer verpflichtet, dem Käufer das Eigentum am Grundstück zu verschaffen und das Grundstück zu übergeben.

 

Der Käufer verpflichtet sich, als Gegenleistung den vereinbarten Kaufpreis zu bezahlen und das Grundstück abzunehmen.

 

Der Kaufvertrag stellt damit das schuldrechtliche Verpflichtungsgeschäft dar.

 

Ein Vertrag, in dem sich der eine Teil verpflichtet, Eigentum an einem Grundstück zu übertragen oder zu erwerben, bedarf der notariellen Beurkundung. Eine Beurkundung erfordert die mündliche Abgabe einer Erklärung vor einem Notar und die Aufnahme einer Niederschrift durch diesen.

 

Die notarielle Beurkundung soll vor unüberlegten und übereilten Grundstücksgeschäften schützen (Warnfunktion) und soll durch die sachkundige Beratung und Belehrung des Notars (Schutzfunktion) sichern, dass der Wille der Beteiligten richtig, vollständig und rechtswirksam niedergelegt wird (Richtigkeitsgewähr). Sie dient zugleich der Beweissicherung durch die Form der notariellen Urkunde in amtlicher Verwahrung (Beweissicherungsfunktion).

 

Im Grundstückskaufvertrag sind der Kaufpreis, seine Fälligkeit und die bei Verzug des Käufers von ihm zu zahlenden Verzugszinsen genau festzulegen.

 

Neben dem Abschluß des schuldrechtlichen Vertrages, hier der Kaufvertrag, ist zur Übertragung des Eigentums an einem Grundstück die Einigung des Verkäufers und des Käufers über den Übergang des Eigentums erforderlich. Diese dingliche wirkende Einigung heißt Auflassung.

 

Wichtige Grundstückskaufvertragsinhalte:

 

  • Ernennung der Vertragsparteien
  • Beschreibung nach Art, Lage, Größe und Nutzbarkeit des Kaufgegenstandes
  • Angabe des Kaufpreises inkl. sämtlicher eventueller Nebenleistungen
  • Kosten der Vertragsdurchführung
  • Festlegung der Kaufpreisfälligkeit und-zahlung
  • Sicherstellung des Käufers im Grundbuch, z.B. durch die Vereinbarung einer Auflassungsvormerkung
  • Sicherstellung des Verkäufers
  • Regelungen über den Besitzübergang
  • Vermessungskosten beim Kauf von Teilflächen
  • Anlieger- und Erschließungskosten
  • Belastungen des Grundbesitzes (Abt.II,privatrechtliche Lasten)
  • Finanzierungsmöglichkeiten durch den Käufer vor Eigentumsumschreibung
  • Lastenfreiheit des Grundbesitzes in Abt.III
  • Baulastenfreiheit/Baulastenbestellung

Erklärungen oder Genehmigungen:   Vorkaufsrechtsverzichte der Städte oder Gemeinden   

                                                                    Teilungsgenehmigungen bei Teilflächen

 

 

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